Sprechen Sie die Menschen an, wie Sie angesprochen werden wollen
Sprechen Sie andere Menschen so an, wie Sie möchten, dass man Sie anspricht.
Wäre es ihnen lieber, wenn Sie jemand in einem trockenen Business-Ton anruft und einen vorgefertigten Text wie ein Telefonverkäufer herunterpredigt?
Oder wäre es Ihnen lieber, wenn sich der andere so gibt, wie er „in echt“ ist?
Zeigen Sie ein bisschen Mumm, wenn Sie sich mit jemandem in Verbindung setzen, ganz egal auf welche Art (Telefon, E-Mail, Brief, persönlich). Heben Sie sich aus der grauen Masse ab.
Wenn es sich so anhört, als hätte der andere einen Moment Zeit, unterhalten Sie sich ein wenig mit ihm. Fragen Sie, wie es heute so geht, und gehen Sie von einer ehrlichen Antwort aus. Sprechen Sie für ein oder zwei Minuten über etwas anderes als das Geschäft.
Oder - falls sich Ihr Gegenüber gestresst anhört - lassen Sie das „Wie geht's“ weg, sparen Sie sich lange Vorreden, stellen Sie einfach Ihre doofe Frage und machen Sie, dass Sie weiterkommen.
Das heißt, Sie müssen Ihre genaue Frage bzw. Ihr genaues Anliegen kennen, bevor Sie sich mit der jeweiligen Person in Verbindung setzen, falls Sie es wirklich ganz kurz machen müssen.
Sprechen Sie andere Menschen so an, wie Sie möchten, dass man Sie anspricht. Stellen Sie sich vor, welche Art von Anruf oder E-Mail SIE erhalten möchten.
Wenn Sie sich mit Fans in Verbindung setzen, stellen Sie sich vor, welche Art von Flyer Sie selbst gerne in ihrem Briefkasten finden würden. Irgendetwas Farbloses nach dem Motto „Fakten, Fakten, Fakten“, oder vielleicht etwas nicht so Glattes, etwas Kreativeres, Lustigeres, Unterhaltsameres und Einzigartigeres? Etwas Offizielles oder doch etwas Künstlerisches?
Diese kreative Entscheidung liegt bei Ihnen. Jeder Kontakt mit Menschen im Zusammenhang mit Ihrer Musik (Fans und Musikindustrie) steht in Verbindung mit Ihrer Kunst. Wenn Sie deprimierende, morbide, akustische Musik machen, sollten Sie Ihren Fans vielleicht einen dunklen, schwarzbraunen Flyer schicken, bei dem man schon vom Hinsehen Depressionen kriegt. Der Ton macht die Musik, und Sie machen den Ton. Sprechen Sie die Leute an, denen diese Art gefällt. Stoßen Sie alle selbstbewusst vor den Kopf, denen das nicht gefällt.
Wenn Sie eine provokante, von Kopf bis Fuß tätowierte Country-Metal-Speedpunk-Band sind, sollten Sie genug Mumm haben, um einen potenziellen Veranstalter anzurufen und in den Hörer zu schreien: „Hör zu, du alter Sack! Ich halt's bald nicht mehr aus! Aaaaaaah!!!“ Wenn Ihr Gegenüber diese Art von Begrüßung toll findet, haben Sie einen passenden Veranstalter gefunden.
Seien Sie anders. (Selbst wenn sich das nur in Ihrer bemerkenswert effizienten Art zu kommunizieren ausdrückt.)
Jeder freut sich doch über ein bisschen Abwechslung am Tag.











